Fachkenntnisse     

Für den Betrieb, auch für die Betriebsüberwachung einer WKK-Anlage, sind keine speziellen Fachkenntnisse notwendig, sofern ein Vollservice-Vertrag abgeschlossen wurde. Betriebskontrollen können durch den Hausdienst erfolgen, weitergehende Arbeiten aber nur, sofern Unterhaltsfachleute zum Kreis der Angestellten gehören. Ist dies der Fall, kann auf einen Vollservice-Vertrag verzichtet werden. Vom technischen Dienst kann dann beispielsweise Öl- und Zündkerzenwechsel sowie ähnliche Arbeiten vorgenommen werden. Die Arbeitsteilung und Verantwortung ist vertraglich zu regeln.

Wartungskosten     

Die Wartung ist bei einer WKK-Anlage ein massgeblicher Kostenbestandteil. Die Wartungskosten liegen etwa gleich hoch wie die Brennstoffkostenanteile der Stromproduktion.

Servicevertrag  

Der Abschluss des Servicevertrages erfolgt vorteilhafterweise gleichzeitig mit dem Kaufvertrag. Idealerweise wird der Servicevertrag in der Ausschreibung der WKK-Anlage berücksichtigt und – wie die Anlage selbst – evaluiert. Setzen Sie sich mit dem WKK-Fachverband für einen Mustervertrag in Verbindung.

Teilservice

Garantie und Haftung sind bei Teilservice-Verträgen vorgängig abzuklären.

Vollservice     

Sofern kein betriebliches Personal Unterhaltsarbeiten vornimmt, ist der Abschluss eines Vollservice-Vertrages ratsam. Da die ersten Revisionen nach 12000 bis 25000 Betriebsstunden – also nach 3 bis 6 Jahren – anstehen, sollte die Vertragsdauer mindestens 5 bis 10 Jahre betragen. Damit können die Wartungs-, Unterhalts- und Instandhaltungskosten längerfristig quantifiziert werden.

Betriebsrisiko  

Serviceverträge mit Laufzeitgarantie könnten einen Teil des Betriebsrisikos auf den Hersteller übertragen. Naturgemäss würde dadurch der Serviceaufwand steigen, der aber vom Hersteller mittels eines systematischen Instandhaltungsengineering optimiert werden könnte.

Versicherungen

Die Risiko-Deckung durch Versicherungen ist in jedem Fall zu prüfen. Dies gilt insbesondere für Maschinenbruch, der in der Regel durch einen Vollservice-Vertrag gedeckt ist, sowie für Haftpflicht und für Elementarschäden.

Messpflicht

Sofern für die WKK-Anlage eine Pflicht zur Abgasmessung besteht, wird eine Vereinbarung empfohlen, in der die Service-Firma mit den Messungen beauftragt wird. Anlagen mit Abgasüberwachung werden in einigen Kantonen bevorzugt behandelt: Statt jährlich müssen die Abgase dieser Aggregate lediglich jedes zweite Jahr gemessen werden.

Fernüberwachung     

Eine Fernüberwachung erhöht die Verfügbarkeit einer Anlage und erleichtert die Behebung von Störungen. Die Installation beziehungsweise die Wartung der Fernüberwachung erfolgt durch die Liefer- oder Servicefirma.

Pauschale Verrechnung

Lieferanten von Blockheizkraftwerken verrechnen bei einem Vollservice-Vertrag den Aufwand mit einer Pauschale je produzierter elektrischer Energie.

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