Anteil am Wärmeleistungsbedarf

Vom gesamten Wärmeleistungsbedarf deckt eine WKK-Anlage bei einem Wohnbau in der Regel nur etwa ein Drittel, bezogen auf den Wärmebedarf oder Wärmeverbrauch beträgt der Anteil aber mehr als 70%. Damit können jährlich 3500 bis 5000 Vollbetriebsstunden erreicht werden.

BHKW - richtig einbinden  

Blockheizkraftwerke (BHKW), erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom und bieten daher für den Nutzer einige Vorteile, sofern sie richtig in die Bedarfsstruktur der thermischen wie auch der elektrischen Energie eingebunden sind.

 Energie-Wissen: BHKW - richting einbinden (d)
 Energie-Wissen: CCF - Oui, mais bien intégré (f)

Bivalenter Betrieb    

In der Regel bilden eine WKK-Anlage und ein Spitzenkessel ein Gespann: Die Grundlast deckt die WKK-Anlage, den Spitzenbedarf der Heizkessel. In der Abbildung ist diese Lösung schematisch dargestellt. Arbeiten beide Aggregate gleichzeitig, wie dies im Aussentemperaturbereich zwischen -8 °C und 6 °C der Fall ist, spricht man von einem bivalent-parallelen Betrieb.

Eigenbedarf und Rückspeisung     

Die Elektrizitätsproduktion des Blockheizkraftwerks dient – wenn möglich – der Deckung des Eigenbedarfes, der Überschuss geht ans Netz. Gewisse Elektrizitätswerke verlangen die Rückspeisung der gesamten Stromproduktion.

Laufzeit pro Start     

Die Dimensionierung des Speichers basiert auf der minimalen Laufzeit je Start von einer Stunde. Die Speicherkapazität entspricht also der thermischen Leistung der WKK-Anlage während einer Stunde.
(1 m3 Wasser vermag je Grad 1,16 kWh Wärme zu speichern.)

Nutzungsgrad     

Der Nutzungsgrad ist das Verhältnis aus der Summe von produzierter Elektrizität und Wärme zu der benötigten Brennstoffenergie.
Sie bezieht sich in der Regel auf ein Jahr. Gute BHKW erreichen Nutzungsgrade zwischen 85 % und 95 %.

Relevanz     

Ein wesentliches Qualitätskriterium einer WKK-Anlage ist ihre haustechnische Einbindung. Darunter ist die präzise Abstimmung einerseits zwischen Verbrauchern und Erzeugern, andererseits zwischen den einzelnen Wärmeerzeugern zu verstehen. Ein prioritäres Ziel ist es, den energietechnischen Anlagen, insbesondere aber den WKK-Modulen, lange Betriebszeiten mit möglichst wenig Start/Stop-Vorgängen – ausgedrückt durch die Vollbetriebsstunden – zu ermöglichen. Eine hohe Vollbetriebsstundenzahl ist in der Regel die beste, wenn auch nicht die einzige Voraussetzung für eine gute Wirtschaftlichkeit.

Speicher    

Messungen an einer Mehrzahl von Anlagen haben ergeben, dass ein grosser Speicher nicht ein Garant für lange mittlere Laufzeiten pro Einschaltung sein muss. Anders ausgedrückt: Lange Laufzeiten pro Start sind auch mit kleineren Speichern möglich, sofern die Einbindung in das Heizsystem optimal gelingt.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad bezeichnet die Brennstoffausnutzung in einem bestimmten Betriebszeitpunkt.

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