Wenn mehr Strom auf dezentrale Weise erzeugt wird, ist ein Abschalten von Atom- und Kohlekraftwerken schnell möglich

März 2011. Ein schweres Erdbeben löst in Japan einen Tsunami aus. Bis zu 15 Meter hohe Wellen fluten Pumpen, Sicherungs- und Überwachungsanlagen des Kernkraftwerks Fukushima. Die Stromversorgung fällt aus; die Kühlung bleibt nur beschränkt betriebstauglich. Es kommt zu Kernschmelzen, Bränden und Explosionen. Radioaktiv verseuchtes Wasser fliesst ins Meer. Wegen der radioaktiven Belastung von Luft und Boden müssen 170’000 Personen die Gegend um Fukushima verlassen. Viele Menschen sterben.

Wenige Monate nach dem Unfall beschliessen Bundesrat, National- und Ständerat den Ausstieg aus der Atomenergie. Über das Wann und Wie herrscht Unklarheit. Die Jahre verstreichen. Die nach dem Reaktorunfall in Fukushima formulierte Absichtserklärung lässt vieles offen. Sie überträgt die Verantwortung für das Abschalten von Beznau 1 und 2, Gösgen und Leibstadt dem ENSI. Einen verbindlichen Termin gibt es nur für das KKW Mühleberg. Die andern? Irgendwann, vielleicht. Erst wenn sie nicht mehr sicher sind, heisst es.

 Unter BusinessMind ist ein neuer Artikel zum Thema erschienen.

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