Mit WKK-Technologie werden 4 Mio KWh Strom und 4,5 Mio KWh Wärme pro Jahr erzeugt.

Nach Nestlé Waters und Groupe E Greenwatt haben nach über einem Jahr Bauzeit die grösste landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz in Treize-Cantons, neben den Abfüllanlagen von HENNIEZ, in Betrieb genommen. Die Feierlichkeiten fanden in Anwesenheit von Regierungsrätin Jacqueline de Quattro, Chefin des Waadtländer Departements für Sicherheit und Umwelt, statt. «Die Förderung der Stromproduktion aus lokalen erneuerbaren Quellen entspricht den Zielen der kantonalen Energiepolitik. Damit konkretisieren wir die Energiewende und verbessern unsere Versorgungssicherheit», erklärte sie.

Mit seiner Anwesenheit am Anlass unterstrich auch Marco Settembri, Generaldirektor von Nestlé Waters, die Bedeutung der neuen Anlage. Er nutzte zudem die Gelegenheit, auf das Engagement der Nestlé-Gruppe zur Verbesserung ihrer Umweltbilanz sowie zur Sensibilisierung im Hinblick auf die Wichtigkeit einer nachhaltigen Wasserwirtschaft hinzuweisen. «Das Programm ECO-Broye ist in dieser Hinsicht vorbildlich», so Marco Settembri. Alain Sapin, Präsident von Groupe E Greenwatt, hob seinerseits die Bedeutung der Partnerschaften für den Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen hervor: «Die alten Modelle sind überholt, und der Markt der neuen Energien baut auf Teilhabe auf.» Für Jacqueline de Quattro, Chefin des Departements für Sicherheit und Umwelt, «konkretisiert die verstärkte Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen die Energiewende und verbessert unsere Versorgungssicherheit.»

Wärme für die Abfüllanlagen

Die neue Anlage in der Industriezone Treize-Cantons befindet sich direkt neben den Abfüllanlagen von HENNIEZ. Die von Groupe E Greenwatt finanzierte, erbaute und betriebene Anlage wird jährlich 25 000 Tonnen Hofdünger aus rund 30 Landwirtschaftsbetrieben der Region nutzen. Ausserdem werden 3800 Tonnen organischer Abfälle aus den Produktionsprozessen von Nespresso und Nescafé als Rohstoff für die Biogasgewinnung eingesetzt. Durch die Verbrennung dieses Gases in einem Kraft-Wärmekopplungs-Motor wird die Anlage pro Jahr 4 Millionen Kilowattstunden Strom und 4,5 Millionen Kilowattstunden Wärme produzieren. Nestlé Waters wird Letztere in ihren Abfüllanlagen verwenden, deren Anteil erneuerbarer Energie damit auf über 50% steigen wird. Indem die Biogasanlage Energie aus fossilen Quellen ersetzt, ermöglicht sie, jährlich einen Ausstoss von 1750 Tonnen CO2 in die Atmosphäre zu vermeiden.

Die am Ende des Prozesses verbleibende Materie ist ein hochwertiges Düngemittel, das die Partnerlandwirten anschliessend zurückerhalten. Dieses ist dank der Methangas-Extraktion während der Biogaserzeugung beim Ausbringen geruchlos, hat einen sehr hohen Nährwert und wird von den Pflanzen besser aufgenommen als Mineraldünger. Ausserdem entspricht es den Kriterien sämtlicher gängiger Bio-Label.

Ein neues Kapitel des Programms ECO-Broye

Die Biogasanlage von Treize-Cantons stellt ein neues Kapitel des Programm ECO-Broye dar, das 2009 von Nestlé Waters lanciert wurde. Ziel des Programms ist es, die Bemühungen zum Schutz der natürlichen Ressourcen von Henniez sowie der Region zu fördern und zu koordinieren, indem Landwirte, Behörden und weitere zentrale Akteure in gemeinsame Projekte eingebunden werden. Nach der Umsetzung mehrerer Projekte zugunsten der Biodiversität ist nun der Schwerpunktbereich erneuerbare Energien zu einem Ende gekommen. Der Initiator des Programms, Nestlé Waters, finanzierte die Machbarkeitsstudien, suchte die Partner und gewährleistete die Koordination.

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